01.03.2018

Bayer: Geschäft auf Vorjahresniveau

Werner Baumann, Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG, auf der Bilanz-Pressekonferenz am 28.02.2018 in Leverkusen
Foto: Bayer AG

Im Jahr 2017 hat Bayer operativ das Vorjahresniveau erreicht und ist strategisch gut vorangekommen. „Auf dem Weg zur geplanten Übernahme von Monsanto haben wir große Fortschritte gemacht“, sagte der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann am 27.02.2018 auf der Bilanz-Pressekonferenz in Leverkusen. Im operativen Geschäft gelang Pharmaceuticals ein weiteres Rekordjahr. Bei Consumer Health verringerten sich Umsatz und Ergebnis, was auch bei Crop Science der Fall war – dort allerdings maßgeblich verursacht durch die schwierige Situation in Brasilien.

Bei der geplanten Übernahme von Monsanto hat Bayer im vergangenen Jahr weitere behördliche Freigaben erhalten. „Erst kürzlich hat die brasilianische Kartellbehörde grünes Licht gegeben. Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Abschluss der Transaktion. Schließlich ist Brasilien einer der wichtigsten Agrarmärkte der Welt“, sagte Baumann. Insgesamt hat jetzt mehr als die Hälfte der rund 30 Behörden weltweit die Übernahme genehmigt. Obwohl Bayer weiter intensiv mit den involvierten Institutionen zusammenarbeitet, zeichnet sich ab, dass die Prüfverfahren mehr Zeit brauchen. „Unser Ziel ist es jetzt, die Transaktion im zweiten Quartal 2018 abschließen zu können“, so Baumann. „Unsere Erwartung eines erfolgreichen Abschlusses der Prüfungen bleibt davon unberührt, ebenso wie unsere Überzeugung, dass dieser Schritt richtig ist.“

Wichtig im Rahmen der geplanten Übernahme von Monsanto und den damit verbundenen kartellrechtlichen Freigabeverfahren war im vergangenen Jahr die vertragliche Vereinbarung, bestimmte Crop-Science-Geschäfte an BASF zu verkaufen. „Zusätzlich haben wir uns nun auch verpflichtet, unser gesamtes Geschäft mit Gemüsesaatgut zu veräußern. Hinzu kommen können der Verkauf oder die Auslizenzierung bestimmter weiterer Geschäftsaktivitäten von Bayer oder Monsanto“, sagte Baumann. Damit geht Bayer aktiv auf die Hinweise der Kartellbehörden ein. Jegliche Verkäufe bzw. Auslizenzierungen wären von einem erfolgreichen Abschluss der geplanten Übernahme von Monsanto abhängig, welcher weiterhin üblichen Vollzugsbedingungen unterliegt, einschließlich der notwendigen behördlichen Freigaben.

„Operativ war 2017 ein Jahr mit Licht und Schatten“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Der Umsatz des Bayer-Konzerns erhöhte sich währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 1,5 (nominal 0,2) Prozent auf 35,015 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von 9,288 Milliarden Euro lag trotz negativer Währungseffekte auf Vorjahresniveau. Der Umsatz im Agrargeschäft (Crop Science) ging wpb. um 2,2 Prozent auf 9,577 Milliarden Euro zurück, belastet durch das Pflanzenschutzgeschäft in Brasilien. Positiv entwickelte sich der Bereich Seeds (Saatgut und Pflanzeneigenschaften) mit einem Umsatzplus von wpb. 9,1 Prozent.

Quelle: Bayer AG


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