26.11.2021

BfG: gemischten Aussichten für den Gemüsebau

Christian Ufen ist in seinem Amt als BfG-Vorsitzender für weitere drei Jahre bestätigt worden.
Foto: BfG

Am 19. November 2021 fand die Delegiertentagung der Bundesfachgruppe Gemüsebau (BfG) im Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) digital statt. Unter der Leitung des Vorsitzenden Christian Ufen gab es Vorträge zu der Ernährung der Zukunft und dem Dauerthema im Gemüsebau - Düngeverordnung. Zu den aktuellen Themen aus der Geschäftsstelle berichtete Laura Lafuente. Es wurden coronabedingt viele Veranstaltungen der Bundesfachgruppe gar nicht oder nur digital durchgeführt. Ausgeweitet wurde die Arbeit hingegen bei den Notfallanträgen und bei der EU-Arbeit. Wiederkehrende Arbeitsbereiche zu Saisonarbeitskräften, Düngeverordnung, Pflanzenschutz und der notwendigen Öffentlichkeitsarbeit wurden erläutert.

Im Anschluss startete Dr. Margareta Büning-Fesel vom Bundeszentrum für Ernährung mit der Vortragsreihe. Aus globaler Sicht in Bezug zur steigenden Weltbevölkerung sei eine gemüsebetontere Ernährung unabdingbar, um die Belastungsgrenzen des Planeten nicht zu übertreten, betonte Büning-Fesel. Sie zitierte zahlreiche Studien, die Argumente für den Gemüseanbau lieferten.

Im Anschluss wurde das Problemfeld Düngeverordnung (DüV) aufgemacht. Mögliche Wege zu einem gewässerschonenden Gemüsebau stellte Prof. Dr. Franz Wiesler vor, der Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats für Düngefragen, der das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) durch gutachterliche Stellungnahmen zu allen Fragen der Düngung berät. Manfred Kohl zeigte das Spannungsfeld zwischen Anbau und Umwelt mit Blick auf die Düngeverordnung auf. Er regte dazu an, stärker zu agieren, statt zu reagieren und machte Vorschläge für eine effiziente und gewässerschonende Pflanzenernährung.

Turnusgemäß stand die Wahl des Vorsitzenden auf der Tagesordnung. Dabei wurde Christian Ufen aus Dithmarschen von den Delegierten für weitere drei Jahre als Vorsitzender der Bundesfachgruppe Gemüsebau in seinem Amt bestätigt.

Quelle: ZVG