11.10.2018

Deutscher Innovationspreis Gartenbau 2018

Foto: ZVG/Rafalzyk

Die Gewinner des Deutschen Innovationspreises Gartenbau 2018 stehen fest. Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Michael Stübgen, überreichte auf dem Deutschen Gartenbautag des Zentralverbands Gartenbau am 25. September in Berlin die Preise an Unternehmen aus Petershagen, Bargfeld-Stegen, Bonn und Heidenheim.

https://www.bmel.de/SharedDocs/Bilder/Logos/InnovationspreisGartenbau2018.jpg?__blob=poster&v=7

Sie erhielten die Ehrung für die Markteinführung von "Veggie Sisters", für das Projekt "NaturRuh - Natürlich Erinnern" sowie für das Topfmagazin "Potjet". Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr damit zwei Innovationen in der Kategorie "Kooperation / Betriebsorganisation / Unternehmenskonzepte" sowie eine in der Kategorie "Technik". Der Preis wird seit 1997 jährlich durch das Bundeslandwirtschaftsministerium verliehen und ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.

Kategorie "Kooperation/Betriebsorganisation/Unternehmenskonzepte"

Gärtnerei Anne Niemann in Petershagen in Kooperation mit dem Beratungsunternehmen beyond Flora GmbH

Die Preisträger haben mit der Marke "Veggie Sisters" im Trend liegende Gemüse- und Salatjungpflanzen erfolgreich in den Markt eingeführt. Die Marke richtet sich besonders an eine junge und urbane Zielgruppe, die an modernen, vegetarisch orientierten Ernährungsformen interessiert ist. Junge Familien mit Kindern werden über ein spielerisches Layout und ein YouTube-Videos angesprochen. Ein Facebookauftritt mit Tipps zu Anbau, Pflege, Ernte und Verwendung in der Küche sowie am Grill fördert die Interaktion mit den Endverbrauchern. Mit dem Innovationspreis Gartenbau soll gewürdigt werden, dass Gemüse- und Salatjungpflanzen als eine herkömmliche Produktgruppe mit Hilfe moderner Markenführung aus der Vergleichbarkeit gehoben wurden. Zudem ist die Marke Veggie Sisters in der Lage, ganz neue Kunden für den Eigenanbau im Garten zu begeistern. Da sich Märkte immer stärker ausdifferenzieren und dabei unterschiedlichste Trends in Richtung Gesundheit, Nachhaltigkeit, Regionalität, Do it Yourself, etc. an Bedeutung gewinnen, entstehen für kleinere und mittlere Gartenbaubetriebe zunehmend neue Chancen. Die Landgärtnerei Niemann hat diese Chancen durch eine konsequente Verbraucherorientierung, ein Gespür für aktuelle Trends und die Nutzung moderner Kommunikationskanäle vorbildlich genutzt und sollte andere Marktteilnehmer im Gartenbau inspirieren, meinte die Jury.

Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF), Bonn,

Ausgezeichnet wurde das Projekt "Natur Ruh – Natürlich Erinnern". Es ist ein Ansatz, durch den der BdF, im Verbund mit Unternehmen und Treuhandgesellschaften, Friedhöfe attraktiv naturnah gestalten will. Die Gräber verschmelzen bei dem Konzept mit der Rahmenbepflanzung, in der Staudenmischungen mit jahreszeitlichen Blühaspekten verwendet werden; Nistkästen und Futterstellen für Tiere sind ebenso integriert wie Gehölze als Insekten- und Bienenweiden. Damit steigt der ökologische Wert von Friedhofsflächen durch biologische Vielfalt. Zugleich schafft das Projekt eine neue Form der Gestaltung von Grabflächen und Rahmenbepflanzung der gesamten Anlage. Für Friedhofsgärtnereien entsteht ein nachhaltiges Geschäftsmodell, da die Pflege der Flächen und Gräber über einen Dauergrabpflegevertrag geregelt wird.

Kategorie "Technik"

Mayer GmbH & Co.KG Maschinenbau und Verwaltung, Heidenheim

Die Heidenheimer Firma erhält den Preis für ihr Topfmagazin "Potjet", mit dem sie die Topfmaschinentechnik optimiert. Die Automatisierung in der Zierpflanzenproduktion in Töpfen hatte mit der Entwicklung der Topfmaschine ihren Anfang genommen. Diese Maschinen füllen Töpfe mit Substrat. Die gestapelten Töpfe vorher zuverlässig zu vereinzeln, stellt die Entwickler vor kniffelige Herausforderungen. Dies gilt ganz besonders für sehr große Töpfe und die Verwendung unterschiedlicher Topfgrößen. Genau hier setzt das von Mayer entwickelte Magazin an: Es ist geeignet für verschieden große runde magazinfähige Kunststofftöpfe. Die innovative Lösung zur Vereinzelung von Kunststoff-Blumentöpfen benötigt keinen Wechsel der Topfeingaben wie bei herkömmlichen Topfmagazinen. Diese Entwicklung stellt damit nach Ansicht der Jury eine große Arbeitserleichterung für viele Gartenbaubetriebe im Produktionsprozess dar, insbesondere weil das System an bereits vorhandenen Topfmaschinen nachgerüstet werden kann.

Quelle: BMEL


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