11.02.2020

Die Kunst des Miteinander Redens

Egal ob Bauernproteste, Landtagswahlen oder Parteiführungsdebatten: Hass und Hetze, Gerüchte und Falschmeldungen verbreiten sich rasend schnell. Öffentliche Debatten eskalieren im Nu zum giftigen Streit. Und in der Breite der Gesellschaft regiert die Angst vor dem Schwinden des gesellschaftlichen Zusammenhalts und dem Ende von Respekt und Vernunft.

Einen besseren Zeitpunkt hätten sich Bernhard Pörksen und Friedemann Schulz von Thun also kaum ausdenken können, um mit ihrer Mitte Februar erschienenen Handreichung zumindest potentiell zur allgemeinen Deeskalierung beizutragen, zudem der Carl Hanser Verlag auch kaum besser passende Autoren hätte finden können: während Pörksen zuletzt mit „Die große Gereiztheit. Wege aus der kollektiven Erregung“ auf sich aufmerksam machte, ist Thun langjähriger Herausgeber der Reihe „Miteinander reden – Praxis“.

Pörksen und von Thun analysieren in „Die Kunst des Miteinander Redens“ den kommunikativen Klimawandel. Sie zeigen Auswege aus der Polarisierungsfalle in Zeiten der großen Gereiztheit und der populistischen Vereinfachungen und entwerfen im gegenseitigen Dialog eine Ethik des Miteinander-Redens, die Empathie und Wertschätzung mit der Bereitschaft zum Streit und zur klärenden Konfrontation verbindet. Anschaulich und mit vielen Beispielen führen sie vor, wie sich Diskussionen und Debatten verbessern lassen und wie die Kunst des Miteinander-Redens zu einer Schule der Demokratie und des guten Miteinander-Lebens werden könnte. 223 Seiten kosten 20 €.

Tim Jacobsen


All Hentai games https://dtsmusic.top/ Foot Fetish