13.03.2019

EU-Wasserrahmenrichtlinie: ZVG warnt vor Überregulierung

Der ZVG hat konkrete Forderungen zur künftigen Ausrichtung der europäischen Wasserpolitik aufgestellt
Foto: Scheel

Im Rahmen der Überprüfung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) hat der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) sich aktiv an dem Konsultationsverfahren beteiligt und konkrete Forderungen zur künftigen Ausrichtung der europäischen Wasserpolitik aufgestellt.

Grundsätzlich sieht der ZVG deutliche Fortschritte bei der Wasserqualität, warnt jedoch vor einem Übermaß an Regulierung. Nach Auffassung des ZVG muss die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und deren Umsetzung weiter fortgeschrieben werden, dies gilt auch für den Zeitraum nach 2027.

Die Zielvorgaben im Rahmen dieser Richtlinie waren von Anfang an sehr ambitioniert, da sie sich kaum vom natürlichen Idealzustand unterscheiden. Es bedarf einer realistischen Darstellung der Ausgangsbedingungen, einer Beschreibung der Wahrscheinlichkeit der Zielerreichung, einer Kosten-Nutzen-Abwägung und davon ausgehend ggf. einer Zielanpassung.

Alle Aspekte berücksichtigen

Die Einstufung eines Gewässers sollte sich künftig nicht nur nach der schlechtesten Komponente richten, sondern alle Aspekte gewichten. Es sind i.d.R. einige wenige prioritäre Schadstoffe, die zu einer Zielverfehlung führen, z.B. Quecksilber (ubiquitär). Für eine bessere Akzeptanz der Maßnahmen wäre es wichtig, Erfolge auch in Zwischenschritten auszuweisen. Instrumente wie die Wasserschutzkooperationen sollten vorrangig genutzt und noch stärker gefördert werden, beispielsweise über die zweite Säule der GAP. Auch die Agrarumweltmaßnahmen sind fortzuführen.

ZVG


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