06.07.2016

Gartenbauverbände bündeln ihre Kräfte

Die Zeiten der getrennten Wege des nordrhein-westfälischen Gartenbaus gehören der Vergangenheit an. Von nun an geht der Gartenbau NRW Hand in Hand. Mit dem Leitspruch „Gemeinsam. Gartenbau. Gestalten.“ verschmelzen die beiden Gartenbauverbände Rheinland und Westfalen-Lippe zum neuen Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e.V.

Foto: Scheel

Die Mitglieder der Delegiertenversammlung stimmten am 22. Juni 2016 einstimmig der Fusion zum Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e.V. zu. „Mit der Gründung des neuen Verbandes ist es uns gelungen, eine schlagkräftige, zukunftsorientierte und langfristig finanzierbare Verbandsstruktur im Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen zu formieren“, so Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des neuen Verbandes. Die Weitsicht aber auch der anhaltende Strukturwandel im Gartenbau waren nur einige Gründe für den schon 2011 angestoßenen Verschmelzungsprozess der beiden Verbände in NRW. „Hauptziel war es, die politische Einflussnahme durch die Verschmelzung zu stärken. Die Stärken eines großen Verbandes wirken nach innen und nach außen. Die Leistungsfähigkeit des Verbandes wird dadurch langfristig gesichert. Stabile Mitgliederbeiträge sind ebenso ein Argument wie die Verbesserung der Betreuungsintensität für unsere Mitgliedsbetriebe oder auch der fachliche Wissens- und Erfahrungsaustausch über die bisherigen Grenzen hinaus“, erläuterte Kähler-Theuerkauf. „Mit dem neuen Landesverband bündeln wir nicht nur Kompetenz, Wissen und Wirtschaftskraft, wir sind auch der erste Ansprechpartner für Politik, Ministerien, Behörden und die Wirtschaft.“

Im Rahmen der Verschmelzungsveranstaltung, zu der rund 300 Gäste nach Bochum kamen, sprach Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Remmel gratulierte zu diesem historischen Schritt und sagte seine Unterstützung und die der Landesregierung für den weiteren Weg und die zukünftigen Herausforderungen zu.

Der Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), Jürgen Mertz, schätzte die Weitsicht des neuen Landesverbandes Gartenbau NRW, den Fusionsprozess in einem Moment ohne sachlichen Zwang und Zeitdruck zu starten. Ebenso weitsichtig sei es, das Zusammengehen dann anzugehen, solange beide Partner stark, autark und innovativ sind und man wirklich planen könne.

Eigene Erfahrungen mit Fusionen konnte der Präsident der Landwirtschaftskammer NRW, Johannes Frizen, vorweisen und lobte den gut vorbereiteten Verschmelzungsprozess. Er bestätigte diesen Weg als eine wichtige Entscheidung in eine zukunftsfähige Vertretung für den Gartenbau in NRW.

Der Vizepräsident des neuen Verbandes, Helmut Rüskamp, ehemals Präsident des Westfälisch-Lippischen Verbandes, bekräftigte in seiner Rede das Zusammengehen der beiden Berufsorganisationen auf Augenhöhe.

Der neue Landesverband Gartenbau NRW

Die Verschmelzung zum neuen Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e.V. wird nach dem Eintrag in den Vereinsregister juristisch wirksam. Dann wird der neue Verband mit Wirkung zum 1. Januar 2016 auch offiziell seine Arbeit aufnehmen und sich mit neuem Corporate Design präsentieren. Die Betreuung der Mitglieder erfolgt auch künftig über die beiden Geschäftsstellen in Dortmund und Köln. Der neue Verband wird dann einen stabilen Mitgliederstamm von insgesamt rund 2 700 ordentlichen Mitgliedern, zwei korporativen Mitgliedern sowie rund 400 außerordentlichen Mitgliedern haben und zukünftig in 32 Gartenbau-Kreisverbänden organisiert sein.

Eva Kähler-Theuerkauf, Kempen, ist die erste Präsidentin des Verbandes. Sie wird unterstützt von den Vizepräsidenten Helmut Rüskamp, Dülmen, Fritz Mölders, Duisburg, und Antonius Brinkmann aus Oelde, der auch das Amt des Schatzmeisters innehat. Im Präsidium sind alle Fachverbände mit ihren Vorsitzenden und einer weiteren Person vertreten. Der neue Verband beheimatet die Fachrichtungen Zierpflanzenbau, Einzelhandelsgärtner, Gemüsebau, Baumschulen und Friedhofsgartenbau sowie den Garten- und Landschaftsbau.

Die Ansprechpartner bleiben unverändert. Günter Bayer und Rechtsanwalt Jürgen Winkelmann werden als Verbandsdirektoren gemeinsam die Geschäftsstellen leiten. Heiner Esser, Ralf Harbaum, Anke Knaup und Martin Walser behalten ihre Position als Geschäftsführer. Lutz Fischer ist verantwortlich für die Nachwuchswerbung sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und die neue Mitarbeiterin Lisa Strotmeier wird den Kontakt zu den Mitgliedern vertiefen.

Birgit Scheel


Industrie-News



Informatives



Ausgabe 11/2018

 

Schädlinge und Krankheiten im Obstbau

Service

Quicklinks