21.11.2018

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt?

Nachdem ein Kunde der australischen Baumarktkette Bunnings auf einem Zwiebelstück ausgerutscht war, hatte sich die Geschäftsführung der mit knapp 12 Mrd. AU$ Jahresumsatz nicht ganz unbedeutenden Baumarktkette dazu entschieden, fortan Zwiebeln nur noch unter statt auf den Würstchen in den dort verkauften sausage sandwiches servieren zu wollen. Was folgte, hätte sich auch kein fürs leichte und seichte Fach zuständige Hollywoodautor ausdenken können: Mehr als 8000 Australier wollen einem Aufruf folgen, gemeinsam in Sydney einen Bunnings-Baumarkt aufzusuchen, Zwiebeln auf den Boden zu werfen, um danach gemütlich darauf auszurutschen. Selbst Premierminister Scott Morrison konnte sich dem nationalen Aufschrei nicht gänzlich entziehen, beschied aber diplomatisch: „Ob die Zwiebeln oben oder unten sind, ich werde immer Würstchen auf Brot kaufen.“

Am 15. Dezember wollen die Rutschwilligen im Sydneyer Chatwood Store nun Taten folgen lassen und so lassen sich, nicht weiter verwunderlich, im Internet bereits zahlreiche Videos finden, auf denen Menschen geschmorte Zwiebeln auf die Erde werfen, um anschließend möglichst theatralisch darauf auszurutschen. Die Kommentierung der Videoclips liest sich begeistert und reicht hin bis zu „das Beste, das ich jemals gesehen habe“. Bunnings will jedoch hart bleiben, chief operating officer Debbie Poole kommentierte, dass „Sicherheit immer höchste Priorität bei uns haben wird“ und deshalb die Zwiebeln dort bleiben werden, wo sie derzeit sind, nämlich unter der Wurst. Daneben gibt es allerdings auch Stimmen, die anhand von am eigenen Leib erfahrenen Leids zur Mäßigung aufrufen. So scheint das Ausrutschen auf Zwiebelstücken gar nicht so selten auch zu mitunter schwerwiegenden Verletzungen zu führen oder wie in australischen Medien ein ehemaliger Boxer zitiert wird: „Es ist nie der Punch des Gegners, der dich killt - es ist der Aufschlag deines Kopfs auf dem Beton, der dich fertig macht.“

Tim Jacobsen


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Ausgabe 12/2018

 

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