27.09.2018

RLP: Heimischer Anbau deckt fast die Hälfte des Verbrauchs an Äpfeln

Die rheinland-pfälzischen Obstbaubetriebe können dieses Jahr – nach einer ersten Bilanz des Statistischen Landesamtes in Bad Ems – eine Apfelernte von 38.300 Tonnen einbringen. Das wären 40 % mehr als die durchschnittliche Erntemenge (27.300 Tonnen) in den Jahren 2012 bis 2017.

Gegenüber dem vergangenen Jahr, als mit 10.100 Tonnen eine der kleinsten Erntemengen seit Jahrzehnten eingebracht wurde, beträgt die Zunahme fast dreihundert Prozent. Damit stehen rechnerisch jedem Einwohner 9,4 Kilogramm Äpfel aus heimischer Erzeugung zur Verfügung. Das wäre knapp die Hälfte des Pro-Kopf-Verbrauchs, der 2015/16 bei 19 Kilogramm lag.

Äpfel werden auf 1.390 Hektar angebaut und sind damit die wichtigste Obstart im Land. Der Hektarertrag wurde auf rund 27,5 Tonnen geschätzt. Der durchschnittliche Wert beträgt 20,1 Tonnen/Hektar.

Nach den Feststellungen der Berichterstatter brachten auch die anderen Obstarten deutlich höhere Erträge. Süßkirschen stehen mit 653 Hektar auf dem zweiten Platz der Anbaustatistik. Der Ertrag liegt mit geschätzt sieben Tonnen je Hektar um 31 Prozent über dem langjährigen Schnitt von 5,3 Tonnen. Die geschätzte Erntemenge beträgt 4.600 Tonnen.

Sauerkirschen (562 Hektar) brachten mit 9,5 Tonnen je Hektar einen Ertrag, der den Mittelwert der Jahre 2012 bis 2017 (7,7 Tonnen/Hektar) um 23 Prozent übersteigt. Die Erntemenge beläuft sich auf 5.300 Tonnen. Die Birnen anbauenden Betriebe (163 Hektar) werden mit 21 Tonnen je Hektar voraussichtlich eine Ernte einbringen, die um 28 Prozent über dem mehrjährigen Durchschnitt liegt. Die geschätzte Erntemenge beläuft sich auf 3.400 Tonnen.

Quelle: Statistisches Landsamt Rheinland-Pfalz


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Ausgabe 06/2019

 

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