26.11.2019

Weihnachtsbäume 2019: Preise und Produktion stabil

Foto: Valenta

Regionale Bäume mit besserer CO2-Bilanz

„Die große Trockenheit in den Jahren 2018 und 2019 hat keine nennenswerte Auswirkung auf die Verfügbarkeit und Preise von Weihnachtsbäumen. In Abhängigkeit von Qualität und Sorte bleiben die Preise knapp über dem Vorjahresniveau. Weihnachtsbäume, wie die nach wie vor beliebte Nordmanntanne, werden im Schnitt mit 18 bis 24 Euro pro laufendem Meter gehandelt“, erklärte Eberhard Hennecke, Sundern, Vorsitzender der Fachverbandes Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger im Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e.V., im Rahmen der Saisoneröffnung 2019.

„Ausfälle durch Trockenheit gibt es vereinzelt bei den Neuanpflanzungen. Unsere Betriebe kennen aber gewisse Schäden durch zum Beispiel Frost oder Hagel. Um die Produktion über die Jahre stabil zu halten, werden entsprechende Kompensationspflanzungen getätigt“, so Hennecke. Anhaltende Trockenheit ist für die Weihnachtsbaumanbauer zwar ein neues Phänomen, doch die Betriebe wissen dank ihrer Erfahrung damit umzugehen. „Es wird in den nächsten Jahren keine Probleme bei den Mengen geben“, bestätigt der Fachmann aus Sundern.

Verbraucher, die etwas für die Umwelt tun wollen, sollten Weihnachtsbäume aus der Region kaufen. „Jeder Kilometer, der beim Transport gespart wird, wirkt sich positiv auf die Umwelt aus“, weiß Hennecke. Genaue Untersuchungen zur CO2-Bilanz bei Weihnachtsbäumen sind schwierig, weil die einzelnen Betriebe sehr individuell arbeiten und kaum miteinander vergleichbar sind.

Nach wie vor sind Weihnachtbäume in mittleren Größen von bis zu 1,80 m besonders gefragt, kleinere Bäume werden gern als zweiter oder sogar dritter Baum auf Balkonen und Terrassen aufgestellt. „Dieser Trend hält seit Jahren an“, bestätigt Eberhard Hennecke. Auch bei den Baumarten hat sich nichts getan, die Nordmanntanne bleibt der beliebteste Weihnachtsbaum der Deutschen mit einem Anteil von deutlich mehr als 90 Prozent. Den Rest teilen sich Blautanne, Nobilistanne, Rotfichte sowie unterschiedliche Kiefern und andere Tanne wie zum Beispiel die Kork- und die Weißtanne. Der Schmuck, glaubt man den Experten für Einrichtungstrends, darf zum Weihnachtsfest 2019 gern edel und natürlich sein.

Immer wieder werden Weihnachtsbäume aus Kunststoff, die in jedem Jahr neu aufgestellt werden können, als praktische Alternative zu den natürlichen Weihnachtsbäumen angeboten. „Vor unserer aktuellen Diskussion über Kunststoffe kann ich das nicht verstehen. Für mich ist in jedem Jahr der neue Weihnachtsbaum aus dem Wald eines der wichtigsten Erlebnisse zum Weihnachtsfest. Ich möchte auf den Duft und die natürlich gewachsene Form des frischen Weihnachtsbaumes nicht verzichten“, sagt Hennecke.

Und wer meint, dass der Naturbaum nach dem Fest ausgedient hat, irrt gewaltig: Zweige von Weihnachtsbäumen, die während der Zeit im Zimmer eine Wasserversorgung hatten, halten ihre Nadeln lange. Sie können Anfang Januar im Garten oder auf dem Balkon als dekorative Winterabdeckung für empfindliche Pflanzen oder für Balkonkästen dienen. In der Regel ist erst ab Januar mit starken Frösten zu rechnen, da kommen die Zweige des Weihnachtsbaumes gerade recht. Und wer den ganzen Baum verwenden will, stellt ihn nach dem Fest ins Freie und nutzt ihn als natürliches Futterhäuschen. Die vielen Zweige des Baumes bieten nicht nur reichlich Platz für Ringe und Knödel, die von den Singvögeln im Winter gern angenommen werden – an sehr kalten Tagen können sie den Tieren auch Schutz vor der Witterung geben.

Quelle: Landesverband Gartenbau NRW