04.05.2018

Zierpflanzen: Top-Kulturen ungeschlagen

Geranien, die bis 2016 durchgehend auf Platz 1 lagen, konnten den Spitzenplatz 2017 nicht von der Heide zurückerobern.
Abbildung: ZVG/AMI

Wie schon nach den ersten drei Quartalen des Jahres 2017 zu vermuten war, konnte der Zierpflanzenmarkt sein hohes Niveau aus dem Vorjahr nicht halten. Nach Schätzungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) sank das Marktvolumen auf gut 8,6 Milliarden Euro (zu Einzelhandelspreisen). Dieses Minus von rund 0,1 Milliarden Euro zum Vorjahr führt zu einem Marktniveau wie 2012 oder 2014. Dies spiegelt sich auch in den durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben wider. Knapp 105 Euro gab jeder Verbraucher in Deutschland 2017 durchschnittlich für Blumen und Zierpflanzen aus.

Von den knapp 105 Euro Pro-Kopf-Ausgaben entfielen auf Schnittblumen rund 36 Euro. Dies macht die eher kurzlebigen Produkte nach wie vor zum wichtigsten Marktsegment. Mit einem Rückgang der Ausgaben um rund 1 Prozent konnte das bisherige Marktvolumen von 3 Milliarden Euro (zu Einzelhandelspreisen) nicht ganz erreicht werden.

Nachdem sich das Segment der Zimmerpflanzen 2016 endlich zu stabilisieren schien, gab es 2017 einen weiteren Rückgang. Mit einem Minus von insgesamt rund 3 Prozent werden die 1,5 Milliarden Euro (zu Einzelhandelspreisen) nicht mehr ganz erreicht. Wie schon in der Vergangenheit, zeigen sich die Rückgänge vor allem bei den blühenden Zimmerpflanzen. Grüne Zimmerpflanzen konnten ihren Markt mit gut 0,4 Milliarden Euro stabil halten. Vor allem im letzten Quartal schwächelten die blühenden Zimmerpflanzen im Vorjahresvergleich. Insgesamt sanken die Pro-Kopf-Ausgaben auf rund 18 Euro, davon knapp 13 Euro für blühende Zimmerpflanzen. Orchideen mussten 2016 einen herben Dämpfer hinnehmen. 2017 bauten sie den Anteil am schrumpfenden Markt wieder etwas aus. Mit 34 Prozent führen sie die Top 10 mit gewohnter Souveränität an. Weihnachtssterne auf Platz 2 verloren einen Prozentpunkt und machen in 2017 10 Prozent des Marktsegments aus. Dicht gefolgt belegen Topf-Rosen mit 9 Prozent den Platz 3, wie auch im Vorjahr.

Mit einem Plus von weniger als einem Prozent erreichte das Marktvolumen der Beet- & Balkonpflanzen das Ergebnis von 2014 nicht ganz. Rund 1,8 Milliarden Euro wurden für diese Pflanzen 2017 ausgegeben. Der frühlingshafte März sorgte dabei für ein umsatzstarkes 1. Quartal, während der kühle April das 2. Quartal trotz guter Geschäfte im Mai und Juni insgesamt leicht schwächer ausfallen ließ. Durchschnittlich gab jeder Verbraucher in Deutschland knapp 22 Euro für Beet-  und Balkonpflanzen aus.

Quelle: ZVG


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