07.12.2021

Züchter von Fleuroselect setzen Kampagne gegen illegale Pflanzenvermehrung fort

Foto: Fleuroselect

Nach einer durch die Covid-19-Pandemie bedingten Pause im letzten Jahr, haben die bei Fleuroselect zusammengeschlossenen Züchter ihre Kontroll-Kampagne gegen die illegale Vermehrung von Topf-, Beet- und Balkonpflanzen wieder aufgenommen. Wie in den Vorjahren, wurden dabei stichprobenartig ausgewählte Produzenten besucht und überprüft, um festzustellen, ob die fertige Pflanzenproduktion mit der Lieferung an Stecklingen übereinstimmt. Fleuroselect hat dabei mit Royalty Administration International zusammengearbeitet, einem weltweit tätigen Spezialisten für Pflanzenzüchterrechte, Lizenzverträge und Lizenzgebühren. Für 2022 ist eine neue Kontrollrunde anberaumt.
 
Kroatien und Slowenien
Als Folge der Covid-19-Krise hat sich die Organisation entschieden, den Umfang des Projekts einzuschränken und sich in diesem Jahr auf die Kontrolle von Erzeugerbetrieben in Kroatien und Slowenien zu konzentrieren. Insgesamt wurden 42 Gärtnereien aus der Gruppe derjenigen Betriebe, bei denen bereits in den Vorjahren eine illegale Vermehrung festgestellt worden war, ausgewählt und erneut von Royalty Administration International kontrolliert. Die Besuche brachten ans Licht, dass in Slowenien die Hälfte der kontrollierten Produzenten illegal vermehrt, und auch in Kroatien war fast jeder dritte Erzeugerbetrieb nicht in der Lage, die legale Herkunft der sich im Anbau befindlichen Pflanzen zu belegen. Gartenbaubetriebe, bei denen illegal gewonnenes Vermehrungsmaterial gefunden wurde, mussten nicht nur die nicht gezahlten Lizenzgebühren entrichten, sondern wurden außerdem mit einer Geldstrafe belegt.
 
Bewusstsein
Die Fleuroselect-Züchter betonen, dass das Hauptziel der Kampagne darin besteht, weltweit das Bewusstsein innerhalb der Branche zu schärfen, dass die illegale Vermehrung nicht toleriert wird.
Karol Pawlak, Präsident von Fleuroselect: „Fleuroselect-Züchter investieren bis zu 25 % ihres Gewinns in die Züchtung, um Innovationen auf den Markt zu bringen. Neue oder verbesserte Sorten können kosteneffizienter produziert oder zu höheren Einzelhandelspreisen verkauft werden. Sie erhöhen die Gewinnmarge der Produktionsbetriebe, und die Lizenzgebühr ist ein angemessener Beitrag zu den Entwicklungskosten.“
 
Vertraulich melden
Fleuroselect bietet verschiedene Möglichkeiten, jeden Verdacht einer illegale Vermehrung zu melden:

  • Telefonisch, über einen Anruf beim Meldestellen-Telefon unter 0031 (0)85 0645251
  • Durch Senden einer E-Mail an tips@fleuroselect.com
  • Durch das Ausfüllen des speziellen Meldeformulars auf der Fleuroselect-Website.

Alle Meldungen werden streng vertraulich behandelt und an die Royalty Administration International weitergeleitet. Sie können so stichprobenartig bei einer zukünftigen Kontrollrunde einbezogen werden.
 
Fleuroselect wird seine Anstrengungen fortsetzen, der Branche weltweit zu verdeutlichen, dass eine illegale Pflanzenvermehrung nicht toleriert wird. Für das nächste Jahr plant die Organisation bei ihrer Kampagne das Niveau vor der Covid-19-Krise zu erreichen, dazu ist die nächste Runde der Kontrollen bereits terminiert.

Quelle: Fleuroselect