09.10.2020

Laimburg-Report 2018–2019 vorgestellt

Am Mittwoch, 07.10.2020, stellte das Versuchszentrum Laimburg in einer Pressekonferenz die fünfte Ausgabe des Laimburg Reports vor. Die Publikation informiert über wichtige Forschungsergebnisse des Versuchszentrums in den vergangenen beiden Jahren und liegt in drei Sprachversionen vor.

Alle zwei Jahre legt das Versuchszentrum Laimburg den Laimburg Report vor – einen Bericht über aktuelle Forschungsprojekte und neue wissenschaftliche Erkenntnisse in Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung. Der Report richtet sich sowohl an Fachleute als auch an alle, die sich für Landwirtschaft und Lebensmittel interessieren. Die Publikation vermittelt grundlegende Informationen über das Versuchszentrum Laimburg (Mission, Organisationsstruktur, Geschichte, Forschungsnetzwerk etc.). Herzstück sind 24 Berichte zu aktuellen Forschungsprojekten der vier Institute des Zentrums: Obst- und Weinbau, Berglandwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung, Pflanzengesundheit, Agrikulturchemie und Lebensmittelqualität.

Die Leiter der vier Institute stellten die Highlights der Forschung in den Jahren 2018 und 2019 vor:

Im Obst- und Weinbau ist die Produktion von zertifiziertem – und damit sortenechtem und gesundem – Vermehrungsmaterial von grundlegender Bedeutung für die Praxis. Das Versuchszentrum Laimburg ist ein vom italienischen Landwirtschaftsministerium anerkanntes Zentrum für Konservierung und Vorvermehrung. Zurzeit werden rund 139 Apfelsorten sowie 18 Rebklone von sieben Sorten vermehrt.

Fernab von den Obstbaubetrieben in der Talsohle suchen Betriebe in Berggebieten nach neuen Standbeinen. „Mit unserer angewandten Forschung ist es unser Ansinnen, konkrete und praktische Lösungen für die Praxis zu entwickeln“, betonte der Leiter des Instituts für Berglandwirtschaft und Lebensmitteltechnologie Angelo Zanella. Im Projekt Re-Cereal konnte das Versuchszentrums zusammen mit Lead Partner Dr. Schär und anderen Projektpartnern aufzeigen, dass Buchweizen und Rispenhirse geeignete Kulturen für den Anbau in Südtirol sind und aufgrund ihrer ernährungsphysiologischen Eigenschaften und ihrer Eignung für eine glutenfreie Ernährung ein großes Nutzungspotenzial haben. Das Projekt Re-Cereal wurde durch Interreg V-A Italien–Österreich 2014–2020 finanziert. In einem weiteren Projekt hat das Versuchszentrum Laimburg untersucht, wie man Rote Bete, ein Gemüse mit vielen gesundheitsfördernden Eigenschaften, aufwerten und daraus einen wohlschmeckenden und haltbaren Saft herstellen kann. Ergebnis ist ein Saft aus Rote-Bete und Apfel, der inzwischen auch auf dem Markt erhältlich ist. Im vom Interreg-V-Programm „Alpenrhein, Bodensee, Hochrhein“ geförderten Projekt StoreWare entwickelte das Versuchszentrum Laimburg zusammen mit Partnern aus Deutschland und der Schweiz die kostenlose und mehrsprachige Web-Applikation Frudistor, mit der Lagerschäden bei Äpfeln bestimmt werden können. Auf diese Weise kann die Obstlagerung noch effizienter und nachhaltiger gestaltet werden.

Neue Krankheiten und Schädlinge bedrohen die Ernte. Darum beschäftigt sich am Versuchszentrum Laimburg das Institut für Pflanzengesundheit mit der Entwicklung nachhaltiger Pflanzenschutzstrategien. „Um zu verstehen, wie man die natürlichen Feinde der Landwirtschaft – seien es nun Viruserkrankungen, Pilze oder invasive Schadinsekten – in Schach halten kann, muss man viel Grundlagenforschung zu Biologie und Verhalten betreiben“, unterstrich der Leiter des Instituts, Klaus Marschall. Dies gilt insbesondere auch für einen invasiven Schädling, der letzthin beträchtliche Schäden in der Landwirtschaft Südtirols, aber auch in benachbarten Ländern, verursacht: die Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys). Am Versuchszentrum Laimburg konzentriert man sich dabei auf den Einsatz eines natürlichen Gegenspielers der Baumwanze, der sog. Samura-Wespe (Trissolcus japonicus), die ihre Eier in den Eigelegen der Baumwanze ablegt und letzter somit daran hindert sich zu vermehren. Das Versuchszentrum Laimburg wurde offiziell dazu ermächtigt, die Wespe nachzuzüchten und sie an ausgewählten Standorten in Südtirol freizusetzen.

Grundlegende Analysen für Forschungsprojekte des Versuchszentrums, aber auch als Dienstleistungen für Dritte werden in den Labors des Instituts für Agrikulturchemie und Lebensmittelqualität durchgeführt.

Der Laimburg Report erscheint dieses Jahr in einem neuen Layout und liegt in drei Sprachversionen (Deutsch, Italienisch und Englisch) vor. Über QR-Codes gelangt man von der Print-Version des Reports zu weiterführenden multimedialen Inhalten, mithilfe derer man die Themen weiter vertiefen kann.

Der Laimburg Report ist beim Versuchszentrum Laimburg erhältlich und steht ab sofort auch auf der Webseite des Versuchszentrums, http://www.laimburg.it/de/presse-download.asp zum Download zur Verfügung.

Quelle: Versuchszentrum Laimburg


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